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SüßeSicherheitSüßstoffe in Speisen und Getränken
Gewichtskontrolle und Süßstoffe
Diabetes und Süßstoffe
Zahngesundheit und SüßstoffeSüßeWarum isst der Mensch so gerne Süßes? Menschen bevorzugen Lebensmittel, die süß schmecken und tendieren dazu Lebensmittel abzuneigen, die bitter schmecken. Diese Präferenz für Süßes beginnt bereits bei der Geburt („Je süßer die Trinkflasche, desto mehr trinken Babys“). Säuglinge reagieren auf den süßen Geschmack mit einem Gesichtsausdruck der sagt „Ich bin glücklich, ich mag das“. Der natürliche Wunsch nach dem Genuss von Süßem sowie die Gewohnheiten sowohl kulturellen Ursprungs als auch aus Erfahrungen beeinflussen die Essgewohnheiten der Menschen ein Leben lang. Heute entspricht Haushaltszucker (Saccharose) dem Standardgeschmack, an dem alle anderen Süßungsmittel gemessen werden. Ein ideales Süßungsmittel schmeckt wie Haushaltszucker, ist geruchlos, leicht löslich, stabil und preiswert. Einige Süßungsmittel wie z.B. Zucker, enthalten Kalorien, andere sind kalorienreduziert oder kalorienfrei.
Eine gesunde Ernährung beinhaltet eine große Auswahl an Lebensmitteln: Cerealien und Körner; Obst und Gemüse; eiweißhaltige Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Geflügel, Eier, Nüsse und Hülsenfrüchte, Milch und Milchprodukte wie Käse oder Joghurt; und in kleinen Mengen Fette, und Öle. Eine Ernährung, die süße Lebensmittel in moderaten Mengen beinhaltet liefert einen positiven Beitrag zum Esserlebnis, indem sie den Geschmack und das Mundgefühl verbessert. Was sind Süßstoffe? Als erster Süßstoff wurde Saccharin im Jahr 1878 entdeckt. Seitdem wurden eine Reihe weiterer Süßstoffe wie Cyclamat, Aspartam, Acesulfam-K, Neohesperidin DC, Thaumatin und Sucralose produziert und weltweit eingesetzt. Der Verbrauch von Süßstoffen steigt weiter an. Der Hauptgrund hierfür ist die Nachfrage nach kalorienarmen Lebensmitteln. So hat z.B. eine nationale Verbraucherbefragung in den USA gezeigt, dass sich der Konsum kalorienarmer Lebensmittel bei den mindestens 18jährigen in den letzten 10 Jahren verdoppelt hat. Dieses gestiegene Interesse an einem gesundheitsbewussten Lebensstil und die Entwicklungen in der Lebensmitteltechnologie fördern die Entstehung neuer und besserer kalorienarmer Lebensmittel. Süßstoffe werden auch in Produkten wie z.B. Arzneimitteln, Kaugummis, Zahnpasta, Mundwasser und Fluorid-Ergänzungen verwendet.
Was sind die Vorteile der Verwendung von Süßstoffen? Weltweit steigt das Gesundheits-, Gewichts- und Fitness-Bewusstsein der Menschen. Dabei wollen sie nicht auf den Genuss süßer Lebensmittel und den guten Geschmack verzichten. Süßstoffe liefern dem gewichts- und kalorienbewusstem Verbraucher Produkte, die den Wunsch nach Süßem befriedigen ohne dabei zusätzliche Kalorien zu liefern. Der große Vorteil: Kalorien zu reduzieren, um abzunehmen oder um das Gewicht zu halten als Teil eines gesunden und aktiven Lebensstils. Aber das ist nicht alles: Süßstoffe sind außerdem für Diabethiker geeignt und sind zahnfreundlich. Die Prävention von Übergewicht ist der wichtigste Faktor, um einen Diabetes Typ 2 vorzubeugen. Außerdem können Süßstoffe dazu beitragen das Gewicht zu reduzieren oder auf Dauer zu halten. Auch wenn Diabetiker inzwischen nicht mehr strikt auf Zucker verzichten müssen, ermöglichen Süßstoffe eine größere Auswahl an süßen Lebensmitteln ohne dabei zuviel Zucker oder Kalorien zu sich zu nehmen. Da Süßstoffe nicht von Bakterien der Mundhöhle verwertet werden können, die Karies verursachen, fördern Süßstoffe die Zahngesundheit. Deshalb werden Süßstoffe auch in Mundhygiene-Produkten eingesetzt. SicherheitIst die Verwendung von Süßstoffen unbedenklich? Bevor ein Süßstoff auf den Markt kommt muss er zunächst von verschiedenen gesetzgebenden Behörden zugelassen werden. Die Zulassungsbehörde orientiert sich an den Empfehlungen, die wissenschaftliche Gremien aussprechen. Das sind beispielsweise die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA – European Food Safety Authority) - ehemalig der wissenschaftliche Ausschuß für Lebensmittel der EU-Kommission (SCF- Scientific Commitee for Food) - die Lebens- und Arzneimittelbehörde in den USA (FDA – Food and Drug Administration), oder Der Gemeinsame Experten-Ausschuß für Lebensmittelzusatzstoffe der Welternährungs- und Weltgesundheitsorganisation (FAO/WHO) (JECFA – Joint Expert Commitee for Food Additives).“ In all diesen Gremien arbeiten unabhängige Experten mit, die vorliegende wissenschaftliche Untersuchungen und deren Ergebnisse eingehend überprüfen, um die Sicherheit der Süßstoffe zu bestätigen. Bis ein Süßstoff zugelassen wird, vergeht einige Zeit. Was ist der ADI-Wert? Das ADI-Konzept wurde von dem Gemeinsamen FAO/WHO Experten-Ausschuss für Zusatzstoffe (Joint FAO/WHO Expert Commitee on Food Additives, JECFA) entwickelt, der den ADI folgendermaßen definiert hat:„ die berechnete Menge eines Lebensmittelzusatzstoffs, bezogen auf das Körpergewicht, die täglich lebenslang ohne erkennbare Gesundheitsstörungen aufgenommen werden kann“. Diese Definition wurde später vom Wissenschaftlichen Ausschuss für Lebensmittel der EG-Kommission (Scientific Commitee on Food, SCF) übernommen. Eine gelegentliche Überschreitung des ADI-Wertes ist unbedenklich, sofern man nicht ständig und regelmäßig sehr viel mehr von einem Zusatzstoff aufnimmt als der ADI-Wert angibt. Personen, die ständig den ADI-Wert überschreiten, haben eine geringere, aber dennoch adäquate Sicherheitsspanne/-spielraum. So ist z.B. für eine Person, die konstant den ADI um das doppelte überschreitet, noch immer ein Sicherheitsfaktor von 50 anstatt 100 gegeben. Daher ist der ADI ein geeigneter Maßstab zur Bewertung des Gefährdungspotentials und für die Behörden geeignet, um ein zulässiges Level für Zusatzstoffe festzulegen. Welche Süßstoffmengen sind sicher? Um sicherzugehen, dass die Süßstoffaufnahme nicht den ADI-Wert überschreitet, werden von der Regierung und der Industrie Studien zum Konsumverhalten durchgeführt. Süßstoffe zählen zu den Stoffen, zu denen die meisten Studien weltweit durchgeführt wurden.
Mit der Zulassung genehmigen die Behörden die Verwendung von speziellen kalorienfreien oder kalorienarmen Süßstoffen für eine Tafelsüße oder als Zusatz in einem Lebensmittel mit einer festgelegten zugelassenen Höchstmenge. Ohne Zulassung dürfen Speisen oder Getränke, die einen nicht zugelassenen Süßstoff enthalten, nicht verkauft werden.. Ein Stoff wird zugelassen, sofern seine Sicherheit überprüft wurde und sein technologischer Zweck notwendig erscheint. Dies ist gewährleistet, wenn die Behörden davon überzeugt sind, dass das Produkt sicher und für den Verbraucher von Nutzen ist. Die Behörden legen außerdem den ADI-Wert fest. Süßstoffe zählen heute zu den am besten untersuchten Lebensmittelzusatzstoffen. Süßstoffe in Speisen und GetränkenIn welchen Lebensmitteln sind Süßstoffe enthalten? Die Nachfrage nach kalorienreduzieren Produkten steigt kontinuierlich an und je mehr Anwendungsmöglichkeiten und je mehr neue Süßstoffe entwickelt werden, desto mehr süße Lebensmittel sind für eine kalorienreduzierte Ernährung erhältlich.
Eine Süßstoff-Tablette entspricht in der Regel einem Würfel Zucker. Ein Teelöffel Flüssigsüße süßt so intensiv wie vier gehäufte Esslöffel Zucker. Tabletten sind leicht zum Süßen heißer Getränke und Flüssigkeiten, in denen sie sich schnell auflösen. Kalte Getränke und feste Speisen, die gekocht oder gebacken werden, lassen sich am einfachsten mit Flüssigsüße zubereiten. Streusüßen sind eine besondere Variante, die die Vielseitigkeit der süßen Alternativen aufzeigen: pulverförmige Trägersubstanzen wie z.B. das Kohlenhydrat Maltodextrin wird mit Süßstoff „aufgesüßt“. Die lockere, feinkörnige Beschaffenheit der Streusüßen macht sie besonders geeignet zum Verfeinern von Obstsalaten und Müslis oder zum Bestreuen von Waffeln und Torten. Sie sind in der Energiebilanz mit bis zu 90 Prozent weniger Kalorien als Zucker zu verbuchen. Exakte Angaben über den Energiegehalt und die richtige Dosierung findet man auf jeder Produktverpackung. Süßstoffe sind sehr vielseitig zu verwenden- aber zugegeben, Süßstoffe können nicht alles, was Zucker kann: Aufgrund ihrer geringen Masse erreichen sie nicht die „Bindewirkung“ und das Volumen von Zucker. Deshalb gerät mit ihnen zum Beispiel nicht jeder Kuchenteig gleichermaßen gut. Während beispielsweise Hefe- und Knetteige problemlos mit Flüssigsüße herzustellen sind, muss man bei Rühr- und Biskuitteigen einige Besonderheiten beachten. Nähere Hinweise erhalten Sie von den Süßstoffanbietern. (ist das so? _- auf jeden fall bei natreen)) Süßstoffe entwickeln in Marmeladen und Konfitüren nicht die konservierenden Eigenschaften von Zucker. Deshalb müssen die kalorienreduzierten Varianten nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Umgekehrt aber verhindern Süßstoffe in Marinaden, Dressings oder Säurelaken die unerwünschten Gärungsprozesse, die zugesetzter Zucker hervorrufen kann.
Warum enthalten einige Lebensmittel mehr als nur einen Süßstoff? Gewichtskontrolle und SüßstoffeWarum ist die Gewichtskontrolle und Prävention von Übergewicht so wichtig? So steigt das Risiko der Entstehung von Bluthochdruck (Hypertonie), Diabetes mellitus, koronaren Herzerkrankungen, verschiedenen Krebserkrankungen und Gallenblasenerkrankungen. Sobald Übergewichtige auch nur ein bisschen abnehmen, erreichen sie schnell eine Verbesserung ihrer Gesundheit. So kann bereits eine geringe Gewichtsreduktion den Blutdruck verbessern, den Blutzuckerspiegel regulieren sowie die Cholesterin- und Triglyceridwerte positiv beeinflussen. Menschen fühlen sich wohler, wenn sie ihr Gewicht im Griff haben, sie haben mehr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein.
Wie können nun Süßstoffe den Menschen helfen, Kalorien einzusparen und abzunehmen? Eine Umfrage des „Calorie Control Council“ (USA) von 1993 hat ergeben, dass Gewichtskontrolle, Geschmack und Verbesserung der Gesundheit die Hauptgründe für den Konsum kalorienarmer und zuckerfreier Lebensmitteln sind. Helfen die eingesparten Kalorien wirklich bei der Gewichtsabnahme? Rechnen mit der Körperfettmasse Ein Pfund (0,5 kg) Körperfett enthält mehr als 3500 Kalorien. Um also ein Pfund Fett abzunehmen muss man 3500 kcal weniger essen oder sich mehr bewegen. Die meisten verlieren ihr Gewicht bereits durch eine kleine Änderung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens. Und Personen, die ihr Gewicht halten wollen müssen sich -Tag ein Tag aus- daran halten. Kleine Veränderungen addieren sich somit über die Zeit.
Haben Süßstoffe einen Einfluss auf den Appetit? International bedeutende Wissenschaftler wie Andrew Renwick. Ph.D., University of Southampton, und Barbara Rolls, Ph.D., Pennsylvania State University, haben alle verfügbaren Daten über Süßstoffe, Hunger und Appetit überprüft und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Süßstoffe keineswegs den Appetit anregen sondern vielmehr zu einer niedrigeren Kalorienzufuhr führen. Adam Drewnowski, Ph.D., University of Michigan (Nutrition Reviews, Januar 1995), überprüfte zahlreiche Studien, die sich mit dieser Fragestellung beschäftigt haben und berichtet, dass es keinen Beweis dafür gibt, dass der Süßgeschmack den Appetit anregt. Und obwohl Süßstoffe keine Appetitzügler sind, können sie durch ihre Fähigkeit, die Schmackhaftigkeit von kalorienarmen Lebensmitteln zu steigern, den Konsumenten dabei helfen, eine kalorienreduzierte Diät durchzuhalten. Einige Studien, unter anderem die von Drewnowski et al., zeigen, dass der Verzehr von Süßstoffen dazu beiträgt, das Gewicht zu halten.
Und viele Menschen wollen Kalorien bei weiteren Lebensmitteln einsparen. Klar, dass die Konsumenten kalorienarme Lebensmittel als nützliche Helfer im
„Gewichts- und Gesundheitsmanagement“ sehen. Diabetes und Süßstoffe
Inwiefern können Süßstoffe einem Diabetiker nützen? Personen mit Diabetes müssen sich daher an eine „normale“ ausgewogene Ernährung halten, die reich an Kohlenhydraten ist, aber nur geringe Mengen an Zucker enthält. Ein wichtiger Teil des Diabetes-Managements ist es, den Blutzuckerspiegel in gesunden Grenzen aufrechtzuerhalten. Dabei können Süßstoffe helfen, einen Süßgeschmack zu liefern ohne den Blutzuckerspiegel später zu senken. Wenn übergewichtige oder fettleibige Personen, die an Diabetes leiden auch nur geringfügig abnehmen hat dies einen positiven Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Durch die reduzierte Kalorienaufnahme können Süßstoffe sowohl zum Gewichtsmanagement als auch zur Diabetes-Kontrolle beitragen.
Dürfen Diabetiker Süßstoffe zu sich nehmen?
Haben Süßstoffe einen Einfluss auf den Blutzucker- oder Insulinspiegel?
Wie können Genuss und Schmackhaftigkeit die Gesundheit, Ernährung und Diabeteskontrolle verbessern? Personen mit Diabetes fühlen sich vielleicht isoliert und befremdet, weil sich ihr Lebensstil in einigen Dingen vom Lebensstil anderer Personen unterscheidet. Dadurch dass sie nun auch „normale“ Lebensmittel essen dürfen wird ihre Lebensqualität verbessert. Das ist vor allem für Kinder bedeutend, die genauso leben wollen wie ihre Freunde. Zahngesundheit und Süßstoffe
Wie können Süßstoffe dabei helfen, Zahnkaries zu verhindern? Ergebnisse wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass Fluorid der wichtigste Faktor ist, um Zahnkaries zu verhindern. Es erhöht die Resistenz des Zahnschmelzes vor Fäulnis und fördert den Reparaturmechanismus. Die Fluoridierung von Trinkwasser sowie fluoridiertes Mundwasser haben die Häufigkeit von Zahnkaries in den Industrieländern deutlich reduziert. Süßstoffe helfen bei der Prävention von Zahnkaries, da sie von den Bakterien der Mundhöhle nicht fermentiert werden können. So produzieren diese keine Säure und Zahnkaries wird verhindert.
Welchen Effekt haben Süßstoffe auf die Zahngesundheit?
Ist es gut, Zahnpasta, Mundwasser und kaubare Fluoridtabletten oder Mundsprays zu verwenden, die Süßstoffe enthalten?
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